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Quellen und Belege

Woher die Zahlen auf dieser Website kommen

Jede Zahl hier ist eines von dreien: in Ihrem Betrieb gemessen, aus einer benannten Quelle übernommen oder ein als solcher gekennzeichneter Erfahrungswert. Diese Seite listet die zweite Gruppe vollständig auf und erklärt, was die dritte bedeutet.

Normen und Richtlinien

Öffentlich beziehbar, jederzeit nachprüfbar, unabhängig von mir.

VDI 2870 Blatt 1

Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure zu ganzheitlichen Produktionssystemen. Sie beschreibt, wie Methoden, Kennzahlen und Führungsroutinen zusammenspielen müssen, damit eine Einführung trägt.

Verwendet für: Herkunft der sieben Elemente · Stufenlogik der Einführung im Fachartikel

VDI 4400 Blatt 2

Logistikkennzahlen für die Produktion. Definiert die Systematik hinter Kennzahlen wie der Termintreue, ausdrücklich nicht deren Zielwerte.

Verwendet für: Kennzahlenrahmen im Termintreue-Artikel

Standardwerke

Die Bücher, auf denen die Methoden beruhen. Jedes davon können Sie nachschlagen und die Aussage selbst prüfen.

Taiichi Ohno, Toyota-Produktionssystem

Ordnet Verschwendung in sieben Arten: Überproduktion, Wartezeit, Transport, unnötige Bearbeitung, Bestand, Bewegung, Fehler und Nacharbeit. Das Raster ist die Grundlage jeder Verschwendungsanalyse.

Verwendet für: Muda und die 7 Verschwendungsarten

Shigeo Shingo

Urheber von SMED, der Trennung interner und externer Rüstschritte, und von Poka Yoke, der Fehlervermeidung an der Entstehungsstelle statt Kontrolle danach.

Verwendet für: SMED und Rüstzeitreduzierung · Poka Yoke

Womack und Jones, „Lean Thinking“

Das Standardwerk, das den Begriff Lean geprägt hat. Daraus stammt die Faustregel, dass in typischer Fertigung der weit überwiegende Teil der Durchlaufzeit nicht wertschöpfend ist.

Verwendet für: Zahlenband auf der Startseite · Herkunft der sieben Elemente

Womack, Jones und Roos, „The Machine That Changed the World“

Die Studie, die das Toyota-Vorgehen international bekannt machte. Belegt unter anderem, dass Beschäftigungssicherheit und die Bereitschaft zur Prozessoffenlegung zusammengehören.

Verwendet für: Fachartikel zur Einführung

Rother und Shook, „Learning to See“

Die Methodik der Wertstromanalyse. Liefert das Vorgehen, mit dem sich der Flussgrad bestimmen lässt, also der Anteil echter Bearbeitungszeit an der gesamten Durchlaufzeit.

Verwendet für: Wertstromanalyse · Flussgrad

Goldratt und Cox, „Das Ziel“

Die Engpasstheorie: Eine verlorene Stunde am Engpass ist eine verlorene Stunde für den gesamten Betrieb, eine gewonnene Stunde an jeder anderen Station ist wertlos.

Verwendet für: Engpassmanagement · Fachartikel zum Engpass

Seiichi Nakajima, JIPM

Begründer von TPM und der Kennzahl OEE. Der oft zitierte Weltklasse-Wert von rund 85 Prozent ist kein Zielwert, sondern das Produkt der Einzelziele 90 × 95 × 99 Prozent.

Verwendet für: OEE · TPM · Zahlenband auf der Startseite

John D. C. Little, 1961

Little’s Law, eine bewiesene Formel: Durchlaufzeit gleich Umlaufbestand geteilt durch Durchsatz. Damit lässt sich der Effekt einer Bestandssenkung direkt aus eigenen Zahlen ableiten.

Verwendet für: Durchlaufzeit · WIP und Umlaufbestand

Dombrowski und Mielke

Deutschsprachige Fachliteratur zu ganzheitlichen Produktionssystemen. Belegt die Reihenfolge, in der eine Einführung aufgebaut wird.

Verwendet für: Phasenmodell der Einführung

Praxisfälle und Benchmarks

Fremde Messungen, keine eigenen. Sie ordnen ein, sie beweisen nichts über Ihren Betrieb.

REFA AG, Whitepaper zur OEE (Dr. S. Schlörke)

Dokumentierter Praxisfall aus der Metallverarbeitung mit rund 150 Mitarbeitenden. Dort stellte das Rüsten 47 Prozent der Verlustereignisse und die Reinigung 33 Prozent, während alle Störungen zusammen unter 7 Prozent lagen. Das ist der beste vorliegende Beleg dafür, dass Intuition und Messung regelmäßig auseinanderlaufen.

Verwendet für: OEE- und Rüstzeit-Artikel

OEE Institute

Erhebungen zu real erreichten OEE-Werten in Fertigungsbetrieben.

Verwendet für: OEE-Artikel

McKinsey, Operational-Excellence-Programme

Grundlage der Angabe, dass konsequent geführte Programme die Produktivität im zweistelligen Prozentbereich heben. ⚠ Die Zahl belegt Produktivität, nicht Kostensenkung, und wird auf dieser Website ausdrücklich nur so verwendet.

Verwendet für: Zahlenband auf der Startseite

Was „Erfahrungswert“ hier bedeutet

An einigen Zahlen steht [Erfahrungswert] statt einer Quelle. Das ist kein Feigenblatt, sondern eine Kennzeichnung: An dieser Stelle gibt es keine Studie, die ich seriös zitieren könnte, sondern eine Einschätzung aus der Praxis. Sie steht ausdrücklich als solche da, damit Sie sie anders gewichten können als eine belegte Zahl.

Das betrifft vor allem die Euro-Bänder im Lean-Check. Sie sind über Zeit mal Satz hergeleitet, mit 85 Euro Maschinen- und 45 Euro Personalstunde bei 220 Arbeitstagen, und auf einen Referenzbetrieb mit 25 Mitarbeitenden kalibriert. Das ist eine Musterrechnung zur Einordnung, kein Ergebnis aus Ihrem Betrieb. Belastbare Zahlen entstehen erst, wenn in Ihrer Halle gemessen wird.

Wo ich mit Ihren eigenen Zahlen rechne, steht das dabei. Wo geschätzt wird, steht auch das dabei. Diese Unterscheidung durchzuhalten ist der Grund, warum die Musterrechnung bewusst niedrig ansetzt.

Und was hier nicht steht

Kundenreferenzen aus der Industrie. Ich habe noch keine, die ich zeigen darf, und erfinde keine. Die ersten drei Betriebe, die mir anonymisierte Fallstudien-Rechte einräumen, bekommen dafür die Hälfte des Preises. Alles Weitere dazu steht bei den Leistungen und Konditionen.

Nachrechnen ist ausdrücklich erwünscht

Wenn Ihnen eine Zahl auf dieser Website nicht plausibel erscheint, fragen Sie danach. Ich zeige Ihnen, woher sie kommt, oder korrigiere sie.

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